Osmanisches Reich von Konstantinopel nach Istanbul

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Osmanisches Reich von Konstantinopel nach Istanbul

Komentar  Admin on Sun Mar 30, 2008 11:18 pm

Osmanisches Reich von Konstantinopel nach Istanbul
Im 11. Jahrhundert begannen türkische Stämme, über Buchara in den vorderasiatischen Raum einzudringen, nachdem sie den Islam angenommen hatten. Unter ihnen waren die Seldschuken, die im 11. Jahrhundert den ganzen Vorderen Orient beherrschten . Nach ihrem Sieg bei Manzikert 1071 über das Heer des Byzantinischen Reichs besiedelten sie Kleinasien.
Der Seldschuke Kylydsch-Arslan schuf 1097 im östlichen Anatolien ein Reich, in dem seine Nachfolger in Konya bis 1307 herrschten. Dort rief um 1300 der Türke Osman I. zum Glaubenskampf gegen die Byzantiner auf.


Er verdrängte Byzanz aus West-Kleinasien und legte den Grundstein zum Osmanischen Reich. Sein Sohn Orchan eroberte Brussa (Bursa, erste Hauptstadt des Osmanischen Reichs), organisierte die Verwaltung des neuen Staats und gründete aus christlichen Sklaven die Janitscharenarmee. Hier waren die Sinti Teile der Sklavenarmee.

Die Roma hingegen waren als Moslems bereits voll integriert. Sie zahlten Steuern als Handwerker, dieses geht aus Steuerverzeichnissen der damaligen Zeit hervor, trotzdem mussten auch die Roma Kontingente für die Armee stellen.

Bereits Mitte des 14. Jahrhunderts drangen die Türken in Europa ein. Kurz darauf tauchte der erste Roma in Serbien auf, der aus der Sklaverei flüchtete. Süleiman I. besetzte 1354 Gallipoli. Murad I. (1359-1389) eroberte Thrakien und verlegte die Residenz 1366 von Brussa nach Adrianopel. Die zur Abwehr vereinigten Balkanfürsten wurden 1389 auf dem Amselfeld besiegt, Serbien wurde tributpflichtig. Bajezid I. unterwarf 1393/94 Bulgarien und Teile Griechenlands. Das Kreuzheer unter Sigismund von Ungarn schlug er 1396 bei Nikopoli. 1402 unterlag er jedoch dem Mongolenkhan Timur bei Ankara. Mehmed I. konnte das Reich erneuern. Mehmed II. eroberte nach zweimonatiger Belagerung 1453 Konstantinopel (Ende des Byzantinischen Reichs).
1459 wurden Serbien, 1461 Griechenland, 1463 Bosnien und 1479 Albanien türkische Provinzen, die Walachei (1462), das Khanat der Krimtataren (1478) und Moldau (1506) wurden Vasallenstaaten der Türkei.

1451 nahm Mehmed den Sultanstitel an. 1481 folgte Bajezid II., der 1512 von seinem Sohn Selim I. abgesetzt wurde. Selim I. besiegte 1514 den Safawiden-Schah Ismail von Persien und eroberte 1516/17 Syrien, Palästina, Ägypten und Gebiete Nordafrikas. Das Osmanische Reich war zur Weltmacht geworden. Das Kalifat ging an Istanbul über. Unter Süleiman dem Prächtigen ( 1520-1566) gewann es weitere Gebiete: 1521 fiel Bagdad, 1522 wurde Rhodos den Johannitern entrissen, 1533-1536 Mesopotamien erobert, die Ungarn 1526 bei Mohács besiegt, Wien 1529 vergeblich belagert. Cheir Ad Din Barbarossa schuf die Seemacht der Türken und unterstellte die Barbareskengebiete Tripolis, Tunis und Algerien ihrer Oberhoheit. Das Osmanische Reich hatte ihre größte Ausdehnung erreicht.

Das Osmanische Reich fand 1912 seinen Niedergang.


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